Bernd Weis - 37. Platz und bester Deutscher New York Marathon 2007. Deutsche Duathlon Meisterschaften Elite: 4. Platz 2007 u. 10. Platz 2009

   

12. Mai 2012 : UAE Healthy Kidney 10km Run im Central Park New York
Der Lauf ging auf der klassische 10km Runde einmal durch den Park. Mit Start und Ziel am Tavern on the Green , dort ist auch das Ziel des New York City Marathons. Dieses Jahr stand das Rennen im Zeichen von Olympia. Alle amerikanischen Qlympiastarter in den Laufdisziplinen Marathon und ueber 10.000m wurden vom veranstalltenden NYRR Club eingeladen, zusaetzlich wieder einige afrikanische Laeufer. Dementsprechend hielt ich etwas Abstand und stellte mich 10 Meter hinter der Spitze auf. Immer noch nahe genug, um diese live zu erleben, zumindest beim Start.
Die Strecke ist keine einfache , es geht staendig auf und ab. Aber bei solch einem Starterfeld kommen natuerlich extreme schnelle Zeiten zustande. Leider bin ich nicht schnell genug, um von den Spitzenlaeufern zu provitieren. Ich war doch sehr muede , meine kleine Tochter Lulu hielt uns fast die ganze Nacht wach und ich hatte nur 2 Stunden Schlaf. Trotzdem war es wieder ein Erlebnis noch vor fast 7900 Laeufern und kurz hinter den Profis ins Ziel zu laufen.
Sieger wurde der italienische Meister und Olympiateilnehmer Meucci. Ryan Hall (USA Rekordhalter im Marathon) wurde uebrigens nur 15ter:
1. Daniele Meucci (ITA) – 28:28 min.
2. Leonard Korir (Ken) – 28:30 min.
3. Bobby Curtis (USA) – 28:37 min.
41. Bernd Weis (3. AK40) - 35:44 min.
Bei den Damen siegte die Ethiopierin Bedala Bekelech in 34:54 min. , nur 3 Sekunden vor ihrer Landsfrau Misganaw Alemtsehay.
Laufbericht und kompletten Ergebnisse hier  -  Start UAE Healthy Kidney 10Km :


29.April : 2. Platz Bronx Duathlon im Pelham Bay Park
Wenn man von der Bronx hoert, denkt man zwangsweise an ein Getto, das man am Besten meiden sollte. Nur gut, wenn man ein altes Rad hat wie ich, das man garantiert nicht festhalten muss :-) Allerdings hat sich im New Yorker Stadtteil in den letzten Jahren viel getan. Dort lebt zwar immer noch ein Grossteil der aermsten Bevoelkerungschichten und es gibt Viertel, die man Nachts meiden sollte, aber in den letzten Jahren ist der Stadtteil viel sicherer geworden. Viertel wurden renoviert und die Mittelschicht ist zurueck gekommen.
Am fruehen Sonntag Morgen ging es dann mit der Subway von Manhatten Richtung Norden. Nach ca. 40 Minuten erreicht man die Endstation Pelham Bay Park. Von dort aus musste ich noch ca. 5 Kilometer Radeln, bis ich am Orchard Beach war. Dort fand der Bronx Duathlon ueber die Distanzen 2.9 Meilen Laufen, 14 Meilen Radfahen und nochmals 2.9 Meilen Laufen statt. Leider musste auf Grund von behoerdlichen Auflagen die Strecken kurzfristig geandert werden. Auf der Strandpromenade ging es je zwei Mal hin und her und auf dem Rad mussten 6 Runden absolviert werden. Was dem Ganzen aber einen besonderen Reiz gab, waren die Athlete doch fuer die Zuschauer viel oefter zu sehen.
Meinen ersten Sieg in der Saison habe ich leider um einige Sekunden verpasst. Aber es war ein Kopf an Kopf Rennen ueber 1:10 Stunden . Die ca. 4.6 Kilometer lief ich in 15:29 Minuten, die ca. 22.5 Kilometer fuhr ich in 37:51 Minuten. Auf der flachen Strecke, versuchte ich mich zwar immer einmal wieder abzusetzten, aber einen Vorsprung konnte ich nicht heraus fahren. So kam es zum Showdown beim abschliessenden Lauf. Leider bekam ich auf den ersten Metern Wadenkraempfe. Erst nach ca. einem Kilometer ging es dann wieder besser, doch da hatte ich bereits den Anschluss an den Fuehrenden verloren. Trotzdem ich dann fortan aufs Tempo drueckte, konnte ich den Abstand nicht mehr entscheidenden verringern, konnte meinen zweiten Platz aber deutlich verteidigen. Fuer die abschliessenden 4.6 Laufkilometer benoetigte ich 16:09 Minuten.


Alle Infos auf der Seite von NYTC und die kompletten Ergebnisse hier :
1. Ryan Joyce , HOPEWELL JUNCTION , 1:10:09 Std.
2. Bernd Weis , SG Dettingen , 1:10:22 Std.
3. Zachariah Pratt , Riverside , 1:10:45 Std.

22. April : Foundation Run for Central Park 4 Meilen (6.4km)
Um langsam auch im Laufen besser in Form zu kommen nahm ich die Gelegenheit war, im nahe gelegenen Central Park in New York einen kurzen schnellen Lauf zu absolvieren. Um 8 Uhr Morgens (was fuer eine Uhrzeit) wurden ueber 7300 Laeufer (!) auf die 4 Meilen huegelige Runde im Park geschickt. Wie ueblich nach einer kurzen Ansprache von Marrie Wittenberg (Organisatorin vom NYC Marathon und Praesident vom Road Runners Club) und der Nationalhymne der USA.
Ich bin ueberhaupt kein Spezialist auf solch kurzen Strecken, von dem her gab es fuer mich eigentlich nur eine Taktik : Von Anfang an Vollgas und in der ersten Steigung, am Cat Hill das Tempo mitgehen, komme was wolle . Es war mit 10C kuehl und regnerisch und ich litt ab Kilometer 2 an kalten Muskeln. Beissen , beissen, beissen , den Ausdauer habe ich genug tainiert , nur noch nicht das noetige Tempo. Das schoene an solch einem kurzen Rennen ist der Temporausch in den man verfaellen kann (heute allerdings bei mir nur mit dem Zusatz “kann”). Der Nachteil, dass mein Magen auch Stunden spaeter noch beleidigt war.
Wie ueblich stehen in New York einige Profis am Start, teilweise auch aus Afrika. So war die Zeiten der Sieger beachtlich :
1. Ro Crispin (ADEW) 20:26 min.
2. Feyisa Tusse (WSX) 20:44 min.
3. Matt Chaston (UATH) 20:48 min.
16. Bernd Weis (SG Dettingen) 22:11 min. (3. AK40)


Im uebrgen kommt der Erloes dieses Laufs dem Erhalt des Parks zu Gute. Zum ersten Mal lief mein in Staten Island lebender Cousin Frank mit (31:11 min.), sowie der Freund meiner Cousine Mike (33:50 min.). Danach gings dann zum Brunchen mit meiner Familie, den spaeter kam der Appetit zurueck…. Alle Infos hier.

01. April : 5. Platz Trail Run 10km im Van Cortlandt Park
Man soll es nicht fuer moegich halten, aber das gibt es wirklich, einen puren Trail Run in der Grossstadt New York. Noerdlich gelegen von Manhatten, befindet sich der Van Cortlandt Park, im Stadtteil Bronx. Eigentlich hatte ich nicht mit solch einem Lauf gerechnet, ich dachte es gilt auf normalen Waldwegen 10km zu laufen. Doch es ging ueber Stock und Stein, auf schmalen Trails auf und ab. Dazu musste ueber quer liegende Baeume gesprungen werden, was schon fast wie ein Huerdenlauf war. Staendig auf unbefestigten Wegen bergauf oder steil berab, wobei man jeden Schritt “setzten” musste. Nicht einfach, weder fuer die Oberschenkel , noch fuer den Kopf, musste man staendig wachsam sein. Mein geplanter schneller Traingslauf wurde somit zur echten Herausforderung. Ich lief nicht volles Risiko, sondern immer eher auf Sicherheit, wollte ich doch einen Sturz oder einen verstauchten Fuss vermeiden. Hat aber wirklich Spass gemacht, auch wenn ich auf den schweren Trail Abschnitten immer etwas Zeit auf die Spitze verlor und letztendlich als 5ter ins Ziel lief.
Im uebrigen war der Hauptsponsor dieser Veransaltung eine Konditorei und so gewann ich einen “Carrot Cake”. Was gibt es besseres , als nach einem harten Lauf einen Kaffee mit Kuchen zu geniessen !?

Alle Infos und Ergebnisse hier
1. Matthew Rosetti (NYH) 37:55 min.              Damen:  1. Lilia Britez (Bronx) 45:27 min.
2. Bobby Asher (VCTC) 38:24 min.                                2. Megan Kelly (CPTC) 48:17 min.
3. Sam Kohn (CURR) 39:47 min.                                    3. Laura Rodriguez (VCTC) 49:33 min.
5. Bernd Weis (UATH) 42:00 min.

25.03.2012 : 6. Platz March Madness Duathlon im Central Park New York
Saisonauftakt gelungen und das trotz gerade erst wieder begonnenem Lauftraining. Ueber 450 Teilnehmer standen an einem fruehen kuehlen Sonntag Morgen am Start des populaersten Duathlons in New York. Es waren die Distanzen 3.5km Laufen, 20km Radfahren und nochmals 3.5km Laufen zu bewaeltigen.
Das Tempo war von Anfang an hoch, ich konnte trotzdem mit der Spitze mitlaufen. Allerdings spuerte ich nach 2km Speed, dass meine Beine kein Laktat mehr gewohnt sind und diese etwas steif wurden. Kein Wunder nach meiner Laufszwangspause und mit gerade einmal ca. 6o km Laufen in den Beinen und das seit Mitte Januar. Noch dazu stand in der Wechselzone mein ausgeliehenes Rennrad, ein Track ueber 6 Jahre alt und wahrscheinlich das billigste Rad von allen! Das Radfahren ging gut, ich hielt meine Position 5 , die ich nach dem ersten Lauf inne hatte. Am Ende kam dann aber eine Gruppe mit 5 Leuten und folg an mir in Mannschaftszeitfahrmanier vorbei. Ich blieb einfach dran, hoffte ich doch auf den abschliessenden Lauf. Leider waren meine Oberschenkel etwas steif gefrohren nach dem Radfahren. Ich konnte zwar die meisten Laeufer der Gruppe auf Distanz halten bzw. einholen, verlohr aber dann doch noch einen Platz und finishte auf Position 6. Im Ziel waren dann alle Amerikaner ueber den unbekannten Deutschen erstaunt und meinten nur zu meinem Rad : “It’s the man, not the machine”.


Alle Infos und Ergebnisse hier :
1. Anthony Tanzi in 00:57:36 Std.           1. Dame: Amanda Nauman in 1:05:46 Std.
2. Ian King in 00:59:06 Std.                    2. Dame: Susan Flemming in 1:09:52 Std.
3. Andrew Macken in 00:59:16 Std.         3. Dame: Erin Talbot in 1:10:22 Std.
4. Ian Stearns in 00:59:39 Std.
5. Greg Pelican in 00:59:48 Std.
6. Bernd Weis, SG Dettingen/Erms, 1:00:03 Std. (1. AK40)
(Meine Splitzeiten : 3.5 km in 12:56min. , 20km Rad in 32:17 min. und 3.5km in 13:44min.)

16.03.2012 : Zwangspause wegen Fersenschmerzen - Plantar Fasciitis

Nun schon seit über 6 Wochen lege ich eine Laufpause ein. Nein, nicht die sibirisch kalten Temperaturen in Deutschland waren schuld, sondern ein Entzündung der bindegewebigen Platte der Fusssohle. Zuerst hatte ich mir meine Ferse beim Tübinger Halbmarathon geprellt. Dazu kam dann Mitte Januar ein Unfall beim Schwimmtraining. Bei einer Rollwende hatte ich vollen Kontakt mit der Kante des Schwimmbeckens. Autsch, Ferse erneut angeschlagen. Am nächsten Abend dann der entscheidende Fehler, ich ging zum Lauftraining. Meine Ferse hat dann mit der Zeit immer mehr zu schmerzen begonnen und am Ende war ich froh, endlich daheim angekommen zu sein. Ab diesem Zeitpunkt ging dann nichts mehr. Ich konnte einige Tage gar nicht mehr auftreten und mein Fuss war stark angeschwollen. Zum Glück nichts gebrochen, jedoch bildete sich an der Ferse ein Verhärtung der entzündeten Fusssohle , die ich bei jedem Schritt spürte. Mit Salbenverbände, Selbstmassagen und Behandlungen bei meiner Physiotherapeutin Beate Maute-Steinhilber konnte ich bald wieder gehen, Laufen war allerdings so schnell nicht möglich. Aber zum Glück ging weiterhin Schwimmen und Radfahren (ja auch bei arktischen Temperaturen), dazu dann Krafttraining und Aquajoggen, so hielt ich mich fit. Im Grunde habe ich nicht viel verpasst, es war für ein vernünftiges Lauftraining eh zu kalt und die Wege zu rutschig. Dafür habe ich so viel Krafttraining wie noch nie gemacht, was sich schon beim Radfahren positiv bemerkbar macht. Jetzt muss ich nur noch den Wiedereinstieg ins Lauftraining schaffen …

16.02.2012 : Folgender Bericht erschien vor kurzem in der Firmenzeitschrift „Move“ der ElringKlinger AG über meine Teilnahme beim New York City Marathon 2011:

24.12. - 09.01.2012: Urlaub und Trainingsauftakt unter der Sonne Floridas
In erster Linie flog ich mit Freundin Laura nach Fort Lauderdale, um ihre Eltern zu besuchen.
Aber was gibt es schöneres als unter Palmen, bei warmen Temperaturen und bei Sonne zu trainieren!? Nichts. Besonders wenn es gutes Essen gibt, muss man irgendwie die Kalorien verbrennen. So stand dann jeden Tag eine Laufeinheit bzw. Radeinheit an. Morgens wurde trainiert, Nachmittags wurde am Pool oder Strand relaxt. Oder es ging zum Shopping, Kaffeetrinken mit Freuden, Treff mit Lauras Familie, etc. So kam jeder auf seine Kosten und ich setzte keinen Rost an.
Zum Thema Zeitmanagement, wenn man zum Training im Urlaub nur begrenzt Zeit hat, empfehle ich folgende Trainingseinheit :  15km Laufen mit direkt anschliessendem 45km Radfahren. Man kann beim Laufen Tempoabschnitte einstreuen (z.B. 8x400 Meter), trainiert zugleich die Ausdauer und das ganze dauert nicht länger als 2.5 Stunden. Falls man dieses Training gleich nach dem Frühstück absolviert, hat man noch den ganzen Tag Zeit für die Familie. Für mich ist es immer wichtig, dass ich das Training Morgens absolviert habe, denn erst nach getaner Arbeit kann ich jede noch so ausgedehnte Shoppingtour überstehen bzw. das Sonnenbaden erst richtig geniessen. Stretching vor dem morgentlichen Lauftraining und Blick auf Delray Beach :

 

31.12.11 : 2. Platz beim South Florida Fair Run in Palm Beach/Florida
Ueber Weihnachten und Neujahr bin ich mit meiner Freundin Laura dem Winter entflohen und nach Florida geflogen. Besonders praktisch, da ihre Eltern dort leben. Zwar gibt es nicht so viele Silvesterlaeufe, aber das Laufen zum Jahresende wird auch dort immer popolaerer. In den USA ist die verbreiteste Distanz ein 5km Lauf, im Gegenstatz dazu finde die meissten Laeufe in Deutschland ueber 10km statt. Der Vorteil ist, dass diese kurze Distanz von Jugend bis ins hohe Alter und auch von nicht ganz so fitten Laeufern bewaeltigt werden kann. So standen dann auch 489 Lauefer im Alter von 10 bis 83 am Start. Bei warmen angenehmen Temperaturen bin ich immer besondes motiviert und so drueckte ich von Anfang an mit aufs Tempo. Bis Kilometer 3.5 waren wir dann noch eine Gruppe mit 5 Laeufer, bevor der Sieger John Reback das Tempo nochmals anzog und eine Luecke entstand, ich konnte als einziger halbwegs folgen, jedoch die entstandene Luecke von 30 Metern nicht mehr bis ins Ziel schliessen. Mit meiner Zeit von 16:43 Minuten war ich absolut zufrieden, war ein schnelles Rennen und ich konnte die Lokal Heros etwas aergern. Mit einer wunderschoenen Strecke im Okaheele Park, um eine kleinen See herum zu laufen : 

Ergebnisse hier :
1. John Reback (USA) 16:34min
2. Bernd Weis, SG Dettingen, 16:43min
3. Ed Turrentine (USA) 16:55min

Bin dann mal weg und ab dem 23. Dezember in Florida. Ausfuehrlicher Bericht folgt noch.

Das war das Jahr 2011